SPIT.

Dein
Mundmikrobiom-
Report

SPIT_000
Mai 2026
Zungenabstrich · Shotgun-NGS

spit-health.com

SPIT_000 · S. 2

Überblick

Dein Mundmikrobiom zeigt viele stabile Muster.
Dein Atemprofil ist dein größter Hebel.

Wir ordnen deine Werte danach ein, was du damit tun kannst: stabil halten, im Blick behalten oder aktiv verbessern. Eine Momentaufnahme deiner Zungenprobe — kein diagnostischer Befund.

6,6

Mouth Score

6,6 / 10 — dein Gesamtbild aus den fünf Werten (Mittelwert). Eine Wellness-Orientierung, keine Note. Dein größter Hebel: Atemfrische.

Stabil halten

Das sind deine Stärken — was in dieser Probe breit und ausgewogen wirkt.

Vielfaltgut belastbar9/10
Sehr hoch — breit aufgestellt.
Balancegut belastbar8/10
Ausgewogen verteilt.

Im Blick behalten

Nicht dramatisch — eine Richtung, die wir im Verlauf weiter einordnen. Die für Säureschutz und Zahnfleisch aussagekräftigsten Bakterien sitzen vor allem im Zahnbelag und in den Zahnfleischtaschen — aus einer Zungenprobe erfassen wir sie nur indirekt und lesen diese beiden Werte deshalb als Tendenz.

Säureschutzals Tendenz lesen8/10
Spricht eher für eine günstige pH-Tendenz — abhängig von Ernährung, Speichel und Tagesform. Als Verlauf besonders spannend.
Zahnfleischals Tendenz lesen6/10
Im Alltag unauffällig, mikrobiell ein leises Signal.

Aktiv verbessern

Atemfrische gut belastbar 2/10

Dein klarster Hebel für die nächsten 3 Monate. Passt zu einem Atemprofil, bei dem Zungenbiofilm und geruchsassoziierte Bakterien eine Rolle spielen können.

Zunge reinigen
Trockenheit senken
K12 abends
So liest du die Hinweise:
gut belastbar — darauf kannst du dich stärker stützen.
als Tendenz lesen — abhängig von Kontext und Tagesform.
Beta — spannend, aber noch in Entwicklung.

Neu & spannend: Nitrat-Potenzial Beta

Wie stark dein Mundmikrobiom pflanzliches Nitrat aus Rucola, Spinat oder Roter Bete umwandeln kann — ein mikrobielles Potenzial, keine medizinische Aussage. Mehr dazu auf S. 7.

Ein Score ist eine Wellness-Orientierung — kein Labor- oder Diagnostikwert. Niedrige Werte sind kein Alarm, sondern zeigen, wo dein größter Hebel liegt. Wie wir rechnen: S. 9.

SPIT_000 · S. 3

Deine Top-3-Einflüsse

Was dein Atemprofil nach unten zieht

1

Zungenbiofilm & geruchsassoziierte Bakterien

In dieser Probe zeigen sich vermehrt geruchsassoziierte Bakterien auf der Zunge — u. a. Prevotella melaninogenica (14,3 %) und Fusobacterium (3,2 %) (relative Häufigkeit). Diese Gruppen werden mit der Bildung flüchtiger Schwefelverbindungen (VSC) in Verbindung gebracht — ein Hauptfaktor fürs Atemprofil von der Zunge.

2

Nächtliche Trockenheit

Schnarchen und Mundatmung können nachts den Speichelfluss senken. Speichel hält geruchsassoziierte Bakterien in Schach — ist der Mund trockener, können sie sich ungestörter ausbreiten.

3

Mögliche externe Quellen

Mandelsteine und Reflux/Aufstoßen können zusätzlich beitragen. Diese liegen außerhalb des Mundmikrobioms (mehr dazu auf S. 6).

Dein Plan

Klein anfangen, dann ausbauen.

Deine Minimum-Routine

Wenn du überfordert bist, starte nur hier.

  • 1 · Abends Zunge reinigen
  • 2 · Interdentalräume reinigen
  • 3 · K12 langsam zergehen lassen

Morgens · ca. 5 Min

  • Zungenschaber — von hinten nach vorne, 5–7 Striche
  • Mundspülung 30 Sek — alkoholfrei, Zink + CPC
  • Zähne putzen 2–3 Min — Schaum ausspucken, nicht nachspülen

Tagsüber

  • L. reuteri-Lutschtablette — 30 Min nach einer Mahlzeit, 4 h Abstand zu K12
  • Schluck Wasser — nach Kaffee oder Snacks

Abends · ca. 7 Min

  • Zungenschaber — abends besonders wichtig
  • Interdentalbürsten — statt Zahnseide
  • Mundspülung 30 Sek — alkoholfrei, Zink + CPC
  • Zähne putzen 2–3 Min
  • K12-Lutschtablette — langsam zergehen lassen, danach nichts mehr

Warum genau diese Schritte?

Zungenschaber — kann den Zungenbiofilm reduzieren, wo viele geruchsassoziierte Bakterien sitzen.

Zink / CPC — kann geruchsbildende Schwefelverbindungen binden.

Interdentalbürsten — reinigen Bereiche, die die Zahnbürste nicht erreicht.

K12 — kann die Balance im Mundraum unterstützen.

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Produkte, die zu deinem Profil passen

Worauf du beim Kauf achtest

Alles optional und zur Unterstützung deiner Routine gedacht — keine Behandlung.

Zahnpflegeprodukte

Zahnpasta
Achte auf: Zinnfluorid / Aminfluorid / Hydroxylapatit · kein Whitening
Beispiele: meridol · Elmex Sensitive Professional · BioRepair
Warum: Kann zur Remineralisierung beitragen und ist sanft zum Zahnfleisch.
Mundspülung
Achte auf: alkoholfrei · Zink + CPC
Beispiele: meridol Frischer Atem · CB12 Mild · Listerine Total Care Zero
Warum: Zink kann geruchsbildende Schwefelverbindungen binden — passt zu deinem Atemprofil.
Zungenschaber & Interdental
Achte auf: Edelstahl · Bürstengröße beim Profi-Termin bestimmen
Beispiele: Curaprox · TePe
Warum: Mechanik kann den Zungenbiofilm aufbrechen.

Probiotika

Probiotikum Atem · optional
Wirkstoff: S. salivarius K12
Beispiele: Bactoblis · Oralflora · Casida K12
Warum: Kann einen schützend assoziierten Stamm unterstützen.
Probiotikum Zahnfleisch · optional
Wirkstoff: L. reuteri
Beispiele: GUM PerioBalance · BioGaia ProDentis
Warum: Kann das Mikromilieu im Mund unterstützen und ergänzt K12. Kein Wirkstoff gegen eine Erkrankung.

Supplements

Vitamin D3 · optional
Worum geht's: Allgemeine Grundlage — in Deutschland sind die Spiegel im Winter oft niedrig. Kein gezielter Mund-Wirkstoff.
1.000–2.000 IE / Tag
Tipp: Ein Bluttest zeigt deinen Ist-Wert. Einnahme mit Ärztin oder Apotheke abstimmen.
Omega 3 · optional
Worum geht's: Gehört zu einer ausgewogenen Ernährung; viele nehmen über die Nahrung wenig EPA/DHA auf. Allgemeine Basis, kein gezielter Mund-Wirkstoff.
ca. 1–2 g EPA/DHA / Tag
Tipp: Pflanzlich über Algenöl möglich. Im Zweifel mit Ärztin oder Apotheke abstimmen.

Wir empfehlen unabhängig und erhalten keine Provisionen. Die Auswahl basiert auf Inhaltsstoffen und deinem Profil. Alle Empfehlungen sind eine mögliche Ergänzung zu deiner Routine, kein Muss — und keine Behandlung oder Heilversprechen. Im Zweifel mit Ärztin oder Apotheke abstimmen.

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Vertiefung

Falls du noch mehr wissen willst.

Die Zusammenhänge und die Wissenschaft dahinter. Kein Muss — dein Plan oben steht für sich. Lies weiter, wenn du wissen willst, warum.

Auswirkungen deines Lifestyles

Betrachte deinen Mund nie isoliert

Schlaf, Ernährung und Bewegung können dein Mikrobiom beeinflussen. Hier die Hebel, die zu deinem Profil passen — abgeleitet aus deinen Werten und deinem Fragebogen.

„Bei dir" = aus deinen Messwerten / deinem Fragebogen abgeleitet. Allgemeine Ernährungshinweise gelten unabhängig von deinen Werten.

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Auswirkungen deines Lifestyles

Mund & Körper

Mund und Körper hängen zusammen: Die Forschung untersucht, wie das orale Mikrobiom mit der Allgemeingesundheit in Verbindung steht — etwa mit Entzündungs-, Gefäß- und Stoffwechselprozessen. Das ist ein junges, aktives Forschungsfeld.

Wichtig: Daraus leiten wir keine persönlichen Krankheitsrisiken für dich ab — dein Ergebnis ist eine Wellness-Orientierung, keine medizinische Einschätzung.

Gut zu wissen — Zucker & dein Mund

Zucker selbst ist nicht das Problem — die Bakterien, die ihn verstoffwechseln, sind es. Sie bilden daraus Säure, der pH-Wert fällt, und unterhalb von etwa pH 5,5 beginnt der Zahnschmelz, Mineralien zu verlieren. Entscheidend ist weniger die Menge als die Häufigkeit: Jeder zuckerhaltige Snack startet einen neuen Säure-Angriff von rund 20–30 Minuten.

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Die Wissenschaft dahinter

Für die Neugierigen

Dieser Teil erklärt das Warum hinter deinen Scores. Reine Vertiefung — du musst ihn nicht gelesen haben, um deinem Plan zu folgen.

Nitrat-Potenzial Beta

Dein Mundmikrobiom enthält Bakteriengruppen, die pflanzliches Nitrat aus Lebensmitteln wie Rucola, Spinat oder Roter Bete zu Nitrit umwandeln können. Dieser Wert beschreibt ein mikrobielles Potenzial — keine Aussage über Blutdruck, Gefäßgesundheit oder medizinische Wirkung.

Bei dir relevant (relative Häufigkeit): Rothia, Actinomyces, Veillonella — Neisseria nur in Spuren. Das spricht eher für ein vorhandenes Umwandlungs-Potenzial.

Eingeschränkt / Beta — aktuell abgeleitet aus Bakterienprofil und Lifestyle. Für höhere Aussagekraft berücksichtigen wir künftig zusätzlich funktionelle Gene der Nitrat-/Nitrit-Reduktion. Explorative Einordnung, nicht laborchemisch gemessen.

Warum Vielfalt = Widerstandskraft

Der Mechanismus heißt funktionelle Redundanz. In einem vielfältigen Mikrobiom übernehmen mehrere Spezies dieselben Aufgaben — Nitrat-Reduktion, Säure-Pufferung, Schleimhaut-Schutz. Fällt eine Art durch einen Trigger aus (Antibiotikum, Infekt, Stress, Ernährungsumstellung), springen funktional gleichwertige Arten ein. Das System bleibt stabil. Bei niedriger Vielfalt fehlt dieses Backup — eine einzige Störung kann das Gleichgewicht Richtung Dysbiose kippen.

Nicht der einzelne Keim — das Gleichgewicht

In der Forschung heißt das ecological plaque hypothesis: Nicht einzelne Bakterien sind entscheidend, sondern das Gleichgewicht zwischen ihnen. Deshalb schauen wir auf Muster und Verhältnisse statt auf einzelne „gute" oder „schlechte" Arten.

Deine Bakterienachse — wer womit assoziiert ist

SCHÜTZEND ASSOZIIERT

Streptococcus salivarius — wird mit pH-Pufferung in Verbindung gebracht (Ammoniakbildung).

Rothia — einige Rothia-Arten können zur Nitratreduktion beitragen.

Pauljensenia — wird mit einem ausgewogenen Mundmilieu assoziiert (Datenlage noch begrenzt).

GERUCHSASSOZIIERT

Prevotella melaninogenica (14,3 %) — wird mit VSC-/Geruchsbildung in Verbindung gebracht.

Fusobacterium (3,2 %) — kontextabhängig mit Geruch und Zahnfleisch-Milieu assoziiert.

Streptococcus mutans — säureassoziiert; in dieser Probe kaum nachweisbar.

SPIT_000 · S. 8

Deine Bakterienverteilung

Phylum-Ebene — die großen Familien

Firmicutes 40,8 %
Bacteroidota 35,1 %
Actinobacteriota 7,8 %
Fusobacteriota 7,3 %
Firmicutes_A 7,2 %
Patescibacteria 0,9 %
Typische Bereiche: Bacteroidota 30–50 % · Firmicutes 25–45 % · Actinobacteriota 10–25 % · Fusobacteriota 3–10 %. Deine Verteilung liegt im typischen Bereich unserer aktuellen Referenz — kein diagnostischer Befund.

Top-Genera auf deiner Zunge

Streptococcus38,0 %
Prevotella25,5 %
Alloprevotella6,0 %
Pauljensenia5,9 %
Fusobacterium3,3 %
Rothia1,6 %

Für Expert:innen

Alle Werte sind relative Häufigkeiten (%) der Top-Taxa, nicht die absolute Keimlast. Datengrundlage: Shallow Shotgun-Sequenzierung, taxonomisch gemappt gegen HROM/eHOMD. Einzelne unbenannte Referenzgenome bzw. HROM-IDs können vorkommen.

Funktionelle Pathways und vorhergesagte Metabolite sind explorativ — eine Vorhersage aus dem genetischen Potenzial, nicht laborchemisch gemessen.

SPIT_000 · S. 9

Fortschritt

Heute → Re-Test in 3 Monaten

Wir schauen nicht nur auf einen Score, sondern auf ein Muster: Atemfrische, Geruchsbildner, Schutzbakterien und Vielfalt.

HeuteRichtung beim Re-Test
Atemfrische 2/10Richtung höher
Prevotella melaninogenica 14,3 %beobachten (nicht isoliert bewerten)
Fusobacterium 3,2 %beobachten
S. salivarius (schützend assoz.) 12 %im Blick behalten
Vielfalt 9/10stabil halten

Wir zeigen Richtungen, keine Zielwerte — eine Veränderung ist kein Versprechen. Nach deinem zweiten Test zeigen wir dir den Verlauf.

Damit ein Vergleich aussagekräftig ist: nimm die zweite Probe möglichst ähnlich ab — gleiche Uhrzeit, gleicher Abstand zu Zähneputzen, Essen/Kaffee und Mundspülung. Antibiotika oder eine frische PZR kurz vorher können das Bild verschieben und sind gut zu notieren.

Wie wir rechnen — kurz erklärt

Glossar

VSC: flüchtige Schwefelverbindungen — schwefelartige Geruchsstoffe, die manche Bakterien bilden können. K12: Stamm S. salivarius K12, der die Balance im Mund unterstützen kann. L. reuteri: probiotischer Stamm fürs Mundmilieu. CPC: sanfter antibakterieller Wirkstoff in Spülungen. Nitrat-Potenzial: geschätzte Fähigkeit deines Mikrobioms, pflanzliches Nitrat umzuwandeln (Beta). Momentaufnahme: ein Ergebnis zu einem Zeitpunkt, kein Dauerzustand. Shannon / Gini-Simpson: Maße für Vielfalt bzw. Ausgewogenheit.

Limitationen: Zungenabstrich ≠ subgingivale Probe · Detektionsgrenze ~0,01–0,1 % · HROM-Datenbank teils nur auf Genus-Ebene · Pilot-Kohorte (n = 14), Score-Stufen werden laufend justiert. SPIT. ist ein Wellness-Produkt zur Orientierung und ersetzt keine zahnärztliche oder ärztliche Diagnose.